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Der instabile Lungemboliepatient

Salim Rezaie von REBEL EM hat einen Hintergrundartikel zu seinem Vortrag über den Gebrauch von Thrombolytika bei der nicht-massiven Lungenembolie veröffentlicht. Er hat diesen auf der ACOEP 2017 (Tagung des American College of Osteopathic Emergency Physicians) gehalten, dieser Post stellt eine Zusammenfassung und Referenz zu diesem Vortrag dar – natürlich mit Genehmigung des Autors.

Es gibt viele Klassifikationswege bei der Lungenembolie, aber die beste klinische Definition bezieht sich letztendlich auf die hämodynamischen Auswirkungen.
Beispielsweise kann die massive LE definiert werden als systemische Hypotension (Spontanblutdruck <90 mmHg oder ein Abfall des Spontanblutdruckes um mindestens 40 mmHg für mindestens 15 Minuten) oder als Schock (Gewebehypoperfusion, veränderter Bewusstseinszustand, Hypoxie, Oligurie oder kaltschweißige Extremitäten.)
Es gibt eine zweite Untergruppe von Patienten, die eine Diskussion über die nichtmassive LE rechtfertigt. Diese Patienten sind gekennzeichnet durch das Fehlen systemischer Hypotension (<90 mmHg), haben aber dennoch eine rechtsventrikuläre Dysfunktion/ Wandbewegungsstörungen. Eine rechtsventrikuläre Dysfunktion bedeutet immer eine ernste Obstruktion der Pulmonalarterien und bevorstehendes hämodynamisches Versagen. Read More