Kategorie: Klinik

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EKG-Ecke: „Epi-EKG“

In unserer neuen Reihe EKG-Ecke möchten wir praxisnah einige Fallbeispiele diskutieren. Danke an Dr. Klaus Fessele (OA Notaufnahme Klinikum Nürnberg Süd) für die tollen EKGs und Fälle!

Wir beginnen mit dem „EPI-EKG“:

Ihre Schwestern bringen Ihnen ein EKG zum Befunden, das bei einem Zugang, der als „V.a. Krampfanfall“ in der ZNA zugegangen ist, geschrieben wurde. Es handelt sich wohl um einen Patienten mit bekannter Epilepsie. Warum stocken Sie?

EKGcase1_pic1.png

 

Die Auflösung des Falles posten wir dann in einer Woche – frohes Mitdiskutieren!

#FOAM internationalKlinikSono

Die One Minute Ultrasound – Reihe

Die wichtigsten Aspekte verschiedener Point Of Care Ultraschall-Anwendungen, jeweils kondensiert in einer Minute Videomaterial

einschließlich Patientenlagerung und Schallkopfführung, physiologischer und pathologischer Sono-Befunde, findet ihr in der One Minute Ultrasound-Reihe in der englischen Originalfassung hier, verfügbar als App für iOS und Android. Dahinter stehen Matt Dawson und Mike Mallin. Zusammen mit Jacob Avila von 5MinSono sind die beiden Notfallmediziner Autoren des ultrasoundpodcast. Alle drei sind Leiter von Notfallultraschall-Programmen der Universitäten von Kentucky, Utah und Chattanooga/ Tennessee.

Den unverwechselbaren Stil der drei, den für nicht-Natives schwer verständlichen, nuscheligen Kentucky-Akzent von Matt, den Wortwitz und die dortigen Kontexte werden wir kaum adäquat wiedergeben können, weder in den MinutenVideos noch in ausgewählten Podcast-Episoden. Und dann auch noch diese saloppe Art, ungewohnt. Kann man das ernst nehmen? Ja! Die Inhalte der casts sind gut recherchiert, die Evidenz wird mit angegeben und diskutiert, Basis ist die tägliche bettseitige klinische Erfahrung nicht nur der drei Gastgeber, sondern auch der Gastautoren – illustre, führende  Persönlichkeiten der internationalen Notfall- und Intensivmedizin. Wir finden das Material so hilfreich, dass es einen Übersetzungsversuch wert ist, für eine bessere Verfügbarkeit in unseren Breiten, zumal unser German a lot better ist than ihres. Hier werdet ihr also möglicherweise nach und nach Videos der One Minute-Reihe in deutscher Synchronfassung und den einen oder anderen Podcast aus 5MinSono oder ultrasoundpodcast finden – so wie es unsere Zeit und das Engagement der Einzelnen erlauben. Die Idee für die Übersetzungen kommt von Sono4Students Freiburg, die uns – selbst noch am Formieren – zum Warmwerden das eFAST-Video zur Verfügung stellen.

IntensivmedizinKlinik

Spickzettel Sedierung auf ICU

Sedierung und Analgesie sind das tägliche Brot von all jenen von uns, die intensivmedizinisch tätig sind.

Die aktuell wichtigste Leitlinie hierzu ist die DAS-Leitlinie in der aktuellen Version aus 2015.

Für unsere ICU´s habe ich die wichtigsten zum Einsatz kommenden Medika auf einer Seite zusammengefasst.

Zusammenfassung der für mich wichtigsten Punkte:

  1. Analgesie geht vor Sedierung. Nur ein adäquat analgesierter Patient ist gut führbar und erlebt den nötigen Patientenkomfort. Zur Analgesie stehen primär Opiate sowie Ketamin zur Verfügung. Diese werden je nach Erfordernis und Krankheitsbild durch NSAR / NSIAD ergänzt.
  2. Die sedierende Komponente wird so gewählt, dass ein Patient bei laufender adäquater Analgesie den vorgesehenen Sedierungsgrad (RAAS Skala) erreicht. Zur Verfügung stehen primär: Propofol (bis max. 5-7 Tage; CAVE: PRIS Propofol- Infusionssyndrom), Benzodiazepine, α2-Agonisten. Die sedierende Wirkung von Sufentanil oder Ketamin kann zusätzlich synergistisch genutzt werden. Der Einsatz von voilatilen Substanzen (z.B. Sevofluran) mit speziellen Applikationssystemen (z.B. Anaconda®) hat sich bewährt, ist aber nicht weit verbreitet.
  3. Um im Umgang mit den verwendeten Medikamenten sicher zu sein muss man den Range kennen in dem sein eingesetzt werden dürfen/sollten. Im Klartext: Du solltest bei jeder Motorspritze (Perfusor®) wissen mit wie vielen ml/h diese Spritze minimal bzw. maximal in der jeweils verwendeten Konzentration laufen darf (adaptiert auf das Patientengewicht).
  4. Spezielle Situationen erfordern ein jeweils angepasstes Vorgehen: Sehr kurz auf den Punkt gebracht:
    1. Manie, Halluzinationen => Neuroleptikum
    2. Gestörter Tag/Nachtrhythmus => Melatonin
    3. Angstzustände => Benzodiazepin
    4. Vegetative Reaktionen und Stress => α2-Agonisten

Zum sicheren Einsatz der Medikamente habe ich die gängigsten Medika in einer Tabelle zusammengefasst.

Angeführt ist jeweils:

  • das Medikament
  • die Konzentration der Zubereitung
    • wieviel Substanz pro 50 ml (1 Standard Perfusor-Spritze)
    • wieviel Substanz pro 1 ml
  • der übliche Dosierungsbereich bezogen auf das Körpergewicht
  • die sich daraus ergebende Laufrate in ml/h für 50 kg KG; 70 kg KG; 100 kg KG
  • Die Farbcodes der Medika entsprechen, wo möglich, der DIVI Empfehlung

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LoL – Torsades de pointes

Auf dem Klo… da hat man Zeit. Warum nicht diese Zeit für Fortbildung nutzen?
Das Konzept hinter „Learning on the Loo“ oder „LOL“ ist es einzelne notfallmedizinische Themen auf einer A4-Seite zusammenzufassen. Diese Seite platziert man dann einfach auf in gut lesbarer Entfernung von der Toilette an der Tür.
Diesmal geht es um die Torsades de pointes Tachykardie, basierend auf den 2014er Guidelines on Pulmonary embolism von der European Society of Cardiology (ESC).
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LoL – Lungenembolie

Auf dem Klo… da hat man Zeit. Warum nicht diese Zeit für Fortbildung nutzen?
Das Konzept hinter „Learning on the Loo“ oder „LOL“ ist es einzelne notfallmedizinische Themen auf einer A4-Seite zusammenzufassen. Diese Seite platziert man dann einfach auf in gut lesbarer Entfernung von der Toilette an der Tür.
Diesmal geht es um die Lungenembolie.
Quellen:

 

lol