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IntensivmedizinKlinik

Spickzettel Sedierung auf ICU

Sedierung und Analgesie sind das tägliche Brot von all jenen von uns, die intensivmedizinisch tätig sind.

Die aktuell wichtigste Leitlinie hierzu ist die DAS-Leitlinie in der aktuellen Version aus 2015.

Für unsere ICU´s habe ich die wichtigsten zum Einsatz kommenden Medika auf einer Seite zusammengefasst.

Zusammenfassung der für mich wichtigsten Punkte:

  1. Analgesie geht vor Sedierung. Nur ein adäquat analgesierter Patient ist gut führbar und erlebt den nötigen Patientenkomfort. Zur Analgesie stehen primär Opiate sowie Ketamin zur Verfügung. Diese werden je nach Erfordernis und Krankheitsbild durch NSAR / NSIAD ergänzt.
  2. Die sedierende Komponente wird so gewählt, dass ein Patient bei laufender adäquater Analgesie den vorgesehenen Sedierungsgrad (RAAS Skala) erreicht. Zur Verfügung stehen primär: Propofol (bis max. 5-7 Tage; CAVE: PRIS Propofol- Infusionssyndrom), Benzodiazepine, α2-Agonisten. Die sedierende Wirkung von Sufentanil oder Ketamin kann zusätzlich synergistisch genutzt werden. Der Einsatz von voilatilen Substanzen (z.B. Sevofluran) mit speziellen Applikationssystemen (z.B. Anaconda®) hat sich bewährt, ist aber nicht weit verbreitet.
  3. Um im Umgang mit den verwendeten Medikamenten sicher zu sein muss man den Range kennen in dem sein eingesetzt werden dürfen/sollten. Im Klartext: Du solltest bei jeder Motorspritze (Perfusor®) wissen mit wie vielen ml/h diese Spritze minimal bzw. maximal in der jeweils verwendeten Konzentration laufen darf (adaptiert auf das Patientengewicht).
  4. Spezielle Situationen erfordern ein jeweils angepasstes Vorgehen: Sehr kurz auf den Punkt gebracht:
    1. Manie, Halluzinationen => Neuroleptikum
    2. Gestörter Tag/Nachtrhythmus => Melatonin
    3. Angstzustände => Benzodiazepin
    4. Vegetative Reaktionen und Stress => α2-Agonisten

Zum sicheren Einsatz der Medikamente habe ich die gängigsten Medika in einer Tabelle zusammengefasst.

Angeführt ist jeweils:

  • das Medikament
  • die Konzentration der Zubereitung
    • wieviel Substanz pro 50 ml (1 Standard Perfusor-Spritze)
    • wieviel Substanz pro 1 ml
  • der übliche Dosierungsbereich bezogen auf das Körpergewicht
  • die sich daraus ergebende Laufrate in ml/h für 50 kg KG; 70 kg KG; 100 kg KG
  • Die Farbcodes der Medika entsprechen, wo möglich, der DIVI Empfehlung

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Prähospital

Kinderwerte für den Notfall

Ein Kinder-Notfall ist für alle Beteiligten dramatisch. Die meisten Notfälle können zum Glück mit wenigen Maßnahmen behandelt werden: Mit Sauerstoff, Flüssigkeit, Fiebersenkung oder einfachen Analgetika.

Im dramatischen Notfall kann es notwendig sein, eine Narkose einzuleiten, oder Reanimationsmedikamente zu verabreichten, das alles gewichtsadaptiert – eine große Herausforderung gerade unter Stressbedingungen.

Für meinen Notarztdienst habe ich mir eine „Kindertabelle“ zusammengefasst, da ich mit den kommerziellen Angeboten (Kinderlinealen etc.) nicht zufrieden war. Entweder waren es zu wenig Informationen, viel zu viele Informationen oder falsche Informationen (beispielsweise nur Milligramm-Angaben).

Diese Tabelle habe ich als A4-Seite ausgedruckt und laminiert in meinem Protokoll-Kasten dabei.

Die Quellen hierzu sind u.a.:

  • Flake Kindernotfälle im Rettungsdienst
  • AGN Notfallfibel
  • Kurath – Pädiatrische Notfälle
  • Fachinformationen
  • Pädiatrische Notfallkarte (ua von ÄLRD, DGAI)
  • Kinderanästhesie-erfahrene Kollegen 😉

 

–>  Download PDF Kindernotfall <–