Schlagwort: CPR

#FOAM deutschReanimationTrauma

TCA: Drücken ist zwecklos.

Thoraxkompressionen und Defibrillation sind die beiden Grundpfeiler jeder guten Reanimation und im Grunde genommen die einzigen Faktoren(!), von denen wir eindeutig wissen, dass sie sich stark positiv auf das Outcome der Patienten auswirken.

Wie schon in meinem letzten Artikel angedeutet (Reanimieren wir falsch?), gibt es aber eine Ausnahme, die unglaublich wichtig ist, wenn auch in Deutschland nur selten anzutreffen:

Der traumatische Kreislaufstillstand (TCA).

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#FOAM deutschReanimation

Antiarrhythmische Therapie bei VF/VT – ERC 2018 update

Vielleicht von einigen unbemerkt, hat sich im November 2018 die ILCOR / ERC Empfehlung zur medikamentösen antiarrhythmischen Therapie bei pVT und VF minimal geändert [1].

Lidocain wird Amiodaron als Medikament bei pulsloser VT sowie Kammerflimmern wieder gleichgestellt.

Bisherige (2015) Empfehlung [2]:

Amiodaron Mittel der Wahl (Class IIb, LOE B-R)

Lidocain wenn Amiodaron nicht verfügbar (Class IIb, LOE C-LD)

Update 2018:

„Wir empfehlen die Verwendung von Amiodaron oder Lidocain bei Erwachsenen mit Defi-refraktärem VF und pVT.“ (schwache Empfehlung, ungewisse Evidence)

In Punkto Post-CPR und ACLS bei Säuglingen und Kindern hat sich nichts geändert.

Hintergrund der Änderung ist die ALPS Studie [3] welche keinen Unterschied im Outcome beim Vergleich von Amiodaron, Lidocain und Placebo ergeben hat. Allerdings zeigte eine Untergruppe, nämlich Patienten mit Ersthelfer beobachtetem Arrest, ein besseres Outcome. Dies verdeutlicht erneut wie wichtig frühzeitig und effizient ausgeführte BLS Maßnahmen sind. Erfolgen diese nicht, sind medikamentöse Therapien weitestgehend aussichtslos.


[1] European Resuscitation Council Guidelines for Resuscitation: 2018 Update – Antiarrhythmic drugs for cardiac arrest. Soar, Jasmeet et al. Resuscitation , Volume 134 , 99 – 103

[2] European Resuscitation Council Guidelines for Resuscitation 2015 Section 3. Adult advanced life support. http://dx.doi.org/10.1016/j.resuscitation.2015.07.016

[3] Kudenchuk PJ, Brown SP, Daya M, et al. Amiodarone, Lidocaine, or Placebo in Out-of-Hospital Cardiac Arrest. N Engl J Med. 2016;374(18):1711-1722. doi:10.1056/NEJMoa1514204.

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CPR-assoziiertes Bewusstsein

Dieser Artikel ist im Original am 27.04.2018 auf emupdates unter dem Titel „CPR Induced Consciousness: 30 Second Video“ erschienen.

Ein 82-jähriger gesunder und aktiver Herr fühlte sich seit einigen Tagen unwohl mit zunehmender Dyspnoe. Gemeinsam mit seinem Sohn kam er in die Rettungsstelle, setzte sich auf einen Stuhl vor der Triage und war sofort nicht mehr ansprechbar. Nach dem sofortigen Transport in den Schockraum wurde eine Apnoe mit PEA festgestellt.

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Neues zur Reanimation – Das ILCOR Update 2017

Bisher hat ILCOR, das „International Liason Comitee on Resuscitation“ die Evidenz zur Behandlung des Herz-Kreislauf Stillstandes alle 5 Jahre analysiert und Empfehlungen abgegeben. Diese Praxis hat sich nun geändert und ILCOR wird jährliche neue Empfehlungen veröffentlichen. Wir haben die Empfehlungen aus dem Jahr 2017 für Euch gelesen und zusammengefasst. Read More

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Pit Crew & High Performance CPR

Etwa 80.000 bis 100.000 Menschen erliegen jedes Jahr in Deutschland einem sogenannten „plötzlichen Herztod“. Im Schnitt liegt die Überlebensrate in Deutschland bei Herzstillstand und anschließender CPR zwischen 10 und 20 Prozent (1). Voraussetzung für eine Steigerung der Überlebensrate ist unter anderem

  • bessere Breitenausbildung
  • Steigerung der Laienreanimation
  • frühzeitige Defibrillation (Laien u. First-Responder AED)
  • konsequente Anwendung der Telefonreanimation
  • Verkürzung der Eintreffzeiten First Responder und Rettungsdienst
  • Verbesserung der postROSC-Therapie im Rettungsdienst sowie den Kliniken

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