Kategorie: blogs

#FOAM deutschblogsKlinikNotaufnahmePrähospital

Apnoeische Oxygenierung Teil 2

Wie versprochen sollte ein zweiter Teil zum Thema apnoeische Oxygenierung nach Vorstellung der prinzipiellen Prozedur folgen. Als Diskussionsgrundlage und tolle Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung konnte ich keinen besseren Posts als Rory Spiegels von EMNerd finden. Dementsprechend im Folgenden eine freie Übersetzung seines Beitrags, natürlich mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Der Fall des elementaren Fernbleibens [sic!]

Im Hinblick auf die Vorteile der apnoeischen Oxygenierung wurde bereits viel geschrieben. Mit nur wenig logistischem Aufwand und geringen Kosten können die Voraussetzungen geschaffen werden für die zugrunde gelegten physiologischen Prinzipien. Dadurch erfreut sich diese Technik einer großen Beliebtheit in der Notfall- und Intensivmedizin, auch wenn die vorhandenen Evidenz wenig Grund zur Freude hierzu gibt.

Eine kürzlich in den Annals of Emergency Medicine veröffentlichte Metaanalyse kam zu dem Schluss, dass, verglichen mit der Standardbehandlung, die Anwendung der apnoeischen Oxygenierung mit einer verminderten Hypoxierate einhergeht [1]. Das mag vielversprechend klingen, aber die Vorteile verschwinden, sobald nur Ergebnisse von randomisierten, kontrollierten Studien (RCT) der höchsten Qualität in die Bewertung einfließen. Aktuell sind wir mit einer weiteren RCT konfrontiert, der ENDOA Studie, welche die apnoeische Oxygenierung im Rahmen einer RSI bei Notaufnahmepatienten untersucht hat. Wieder einmal sind die Ergebnisse erstaunlich ernüchternd.

Caputo et al randomisierten 200 Patienten einer Notaufnahme, die einer endotrachealen Intubation mittels RSI bedurften. Die Ergebnisse wurden in Academic Emergency Medicine veröffentlicht [2]. Ausgeschlossen wurden Patienten im Herzkreislaufstillstand oder wenn sich der behandelnde Arzt zu einer Wachintubation entschloss (Anmerkung: Oder falls keine adäquate Präoxygenierung über mindestens 3 Minuten erfolgte, gemäß Standard-RSI-Protokoll). Alle Patienten wurden großzügig präoxygeniert, entweder mittels Sauerstoffmaske mit Reservoir (Non-Rebreather Maske), mit einem Beatmungsbeutel mit PEEP-Ventil und Sauerstoffwandanschluss, oder  mittels BiPAP und einer FiO2 von 100%. Die Patienten der AO-Gruppe (apnoeische Oxygenierung) erhielten zusätzlich 15 l/min O2 über eine normale Nasenbrille sowie nochmals 15 l/min O2 über eine ETCO2 Nasenbrille (Anmerkung: Mit dem Ziel sowohl intra- als auch extranasal O2 anzubieten). Beides wurde während der Präoxygenierungsphase begonnen und über die gesamte Apnoezeit fortgeführt. Zur Minimierung eines möglichen Bias wurden die Ergebnisse der Endpunkte von unabhängigen Beobachtern gesammelt.

Bezüglich des primären Endpunkts, der im Median niedrigsten Sauerstoffsättigung, konnten die Autoren keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen (AO 92% vs. UC 93%, p=0,08) (Anmerkung: UC – Kontrollgruppe ohne zusätzlichen Sauerstoff). Auch fand sich keine statistisch relevante Differenz in Hinblick auf die Anzahl der Patienten, welche einen Sättigungsabfalla auf <90% bzw. <80% hatten (AO 3% vs. UC 4%). Wieder einmal war es nicht möglich im Rahmen einer qualitativ hochwertigen RCT einen Vorteil der apnoeischen Oxygenierung bei dringlich zu intubierenden Patienten aufzuzeigen. Aber bevor wir das Prinzip der apnoeischen Oxygenierung komplett über Bord werfen, wollen wir die Studie etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Betrachtet man die letzten negativen Studienergebnisse, stellt sich die Frage, ob apnoeische Oxygenierung einen echten Stellenwert in der Realität besitzt, oder lediglich eine physiologische, im klinischen Alltag nicht zu bestätigende Täuschung ist? Aber apnoeische Oxygenierung ist mehr als nur eine Gute-Nacht-Geschichte für Intubationsanfänger, in mehreren Studien hat sie sich als effektive Maßnahme erwiesen, um eine adäquate Sauerstoffsättigung zu gewährleisten. In der bekanntesten von Frumin et al wurden sonst gesunde Teilnehmer (Anmerkung: Acht an der Zahl) für einen kleineren elektiven chirurgischen Eingriff mittels Thiopental und Succinylcholin eingeleitet und endotracheal intubiert [3]. Unter Forführung der Relaxierung und Sedierung wurden die Patienten apnoeisch belassen, nur unterstützt durch einen niedrigen Fluss an Sauerstoff, der an den endotrachealen Tubus angeschlossen war (Anmerkung: Der Tubus war an ein Kreisteil angeschlossen, an welchem sich ein Reservoirbeutel befand; dieser leerte sich über die Zeit und wurde dementsprechend immer wieder mit 100% O2 befüllt, dafür waren ungefähr 2-3 Liter alle 15 Minuten notwendig. Zuvor waren alle Patienten für 30 Minuten mit 100% O2 beatmet worden.). Ohne dass es zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung kam, konnte bei den Patienten teils eine Apnoezeit von bis zu 50 Minuten erreicht werden. Relativ aktuelle Daten bzgl. eines Systems, welches im Operationssaal Sauerstoff mit einer hohen Flussrate applizieren kann, zeigte ähnliche Ergebnisse [4]. Es gibt sogar Untersuchungen, welche den Gebrauch von Sauerstoff, appliziert über eine einfache Nasensonde mit niedriger Flussrate, unterstützt. Wie schaffen wir es jetzt die Studien, welche die Physiologie hinter der apnoeischen Oxygenierung untermauern, mit denen in letzter Zeit erschienenen, klinisch orientierten, aber negativen Studien unter einen Hut zu bringen? Wie immer ist die Antwort auf die ursprünglich gestellte Frage zurückzuführen.

Die aktuelle Evidenz, welche den Gebrauch der apnoeischen Oxygenierung unter niedriger Flussrate unterstützt, basiert hauptsächlich auf zwei RCTs. Beide wurden im Operationssaal durchgeführt und konnten zeigten, dass apnoeisch applizierter O2 die Zeit bis zur Entsättigung des Patienten verlängern kann. Beide Studien randomisierten Patienten, so dass sie während einer Apnoephase entweder über eine Nasensonde Sauerstoff in niedriger Flussrate bekamen oder eben nicht. Und beide Autorengruppen berichteten, dass bei den Patienten in der Sauerstoffgruppe eine deutlich längere Zeitspanne bis zum Sättigungsabfall zu beobachten war. Verglichen mit der ENDOA Studie waren die Kohorten sehr klein (nur jeweils 30 bzw. 40 Patienten). Und trotz des Mangels an statistischer Power (Teststärke) konnten diese Studien einen deutlich größeren Benefit aufzeigen, als es mit der ENDOA Kohorte möglich war.

Die erste der beiden Studien wurde 2006 von Taha et al in Anesthesia veröffentlicht [5]. Die Patienten wurden randomisiert, präoxygeniert (Anmerkung: 4 tiefe Atemzüge innerhalb von 30 Sekunden über eine dicht sitzende Maske mit 100% O2), narkotisiert und erhielten in der anschließenden Apnoezeit entweder keinen weiteren Sauerstoff oder 5 l/min über eine standardisierte Nasensonde (Anmerkung: Ein 10Fr-Katheter wurde in den Oropharynx aller Patienten vorgeschoben; Distanz ca. Mundwinkel-Tragus). Die Patienten durften solange apnoeisch bleiben bis entweder die SpO2 unter 95% fiel oder bis 6 Minuten vorüber waren, je nachdem was zuerst eintrat. In der Kontrollgruppe fiel die SpO2 im Schnitt nach 3,65 Minuten unter 95%. Im Gegensatz hierzu blieb bei 100% der Patienten mit apnoeischer Oxygenierung innerhalb der 6 Minuten die SpO2 über 95%.

Die zweite Studie von Ramachandran et al, 2010 im Journal of Clinical Anesthesia veröffentlicht, berichtet von ähnlichen Ergebnissen [6]. Die (Anmerkung: Adipösen) Patienten wurden randomisiert, präoxygeniert (Anmerkung: Mindestens 8 tiefe Atemzüge über eine dicht sitzende Maske bei 100% O2), narkotisiert und erhielten während der anschließenden Apnoephase entweder eine Nasenbrille mit 15 l/min O2 oder eben nicht. Die Apnoephase wurde ebenfalls wieder beibehalten bis die Sättigung unter 95% fiel oder aber 6 Minuten vergangen waren. Vergleichbar mit der o.a. ersten Studie war eine deutlich längere und sicherere Apnoezeit bei den Patienten mit apnoeischer Oxygenierung zu erreichen. Die Zeit bis zum Sättigungsabfall unter 95% lag bei 5,29 Miunten vs. 3,49 Minuten. 87,7% der apnoeisch oxygenierten Patienten hatten nach 6 Minuten eine SpO2 von größer als 95% im Vergleich zu lediglich 4,4% in der Kontrollgruppe.

Trotz einer ausreichender Präoxygenierung erhielt jeder Teilnehmer dieser Studien ausreichend Zeit für einen Sättigungsabfall während der Apnoephase, was einen merklichen Unterschied in den SpO2-Werten zwischen den Gruppen zur Folge hatte. Dies steht in direktem Gegensatz zur ENDOA Studie, welche in einer sehr gut organisierten Notaufnahme durchgeführt wurde mit einer stabilen Präoxygenierungsstrategie und einer hohen technisch-manuellen Kompetenz. Dies hatte zur Folge, dass den Patienten durch die zügige Intubation nur sehr wenig Zeit für einen Sättigungsabfall gegeben wurde. Der Großteil der Patienten war bereits nach 60 Sekunden erfolgreich intubiert, 80% nach 80 Sekunden, 90% nach 100 Sekunden und nach spätestens 195 Sekunden waren 100% der Patienten intubiert. Für keinen der Patienten wurden die 3,49 Minuten ausgeschöpft, welche die Kontrollgruppe bei Ramachandran et al benötigte um eine SpO2 von weniger als 95% zu erreichen. Da es sich hierbei um eine praktisch ausgerichtete Studie an kranken Patienten einer Notaufnahme handelte, und es unrealistisch und unethisch ist Patienten so lange apnoeisch zu lassen bis die SpO2 unter 95% fallen würde, ist es eigentlich unmöglich mit dieser Studie einen Vorteil in Hinblick auf eine Verlängerung der sicheren Apnoezeit oder auf eine Verringerung der Anzahl schwerer Sättigungsabfälle, welche generell bei nur sehr wenigen Patienten auftraten, aufzuzeigen.

In erster Linie gibt es einen Widerspruch zwischem dem was wir mit einem statistisch negativen Versuch assoziieren und dem was diese Untersuchung in Wirklichkeit widerlegen kann. Die Frage auf welche wir hoffen eine Antwort zu finden lautet: „Ist apnoeische Oxygenierung im Rahmen einer RSI in einer Notaufnahme in der Lage die Häufigkeit eines klinisch relevanten Sättigungsabfalls und damit die Periintubationskomplikationen und den Tod zu verringern?“ Worauf die Autoren ihre Studie aber auslegten, ist einen Unterschied in der niedrigsten, durchschnittlichen Sauerstoffsättigung aufzuzeigen. Auf den ersten Blick mag das ein schlüssiger Endpunkt sein, aber tatsächlich verfehlt man damit die Chance sich mit der klinisch wirklich bedeutsamen Frage zu befassen.

Die Sinnhaftigkeit, die niedrigste, durchschnittliche Sauerstoffsättigung als Endpunkt zu wählen, haben wir bereits in einem vorangegangenen Beitrag diskutiert; hier nur in Kürze: Hierzu fehlen sowohl die statistische als auch die klinische Aussagekraft und somit kommt eine Studie mit nicht ausreichender Teststärke heraus, um den Effekt der Behandlung in Hinblick auf klinisch wichtige Kennwerte beurteilen zu können. Im Falle der ENDOA Studie war bei derart wenigen Patienten ein klinisch relevanter Sättigungsabfall zu beobachten (nur 16% hatten eine SpO2 von <90% und 3,5% eine SpO2 von <80%), dass es unmöglich ist irgendeinen potentiellen Nutzen der apnoeischen Oxygenierung aufzuzeigen.

Sowohl die FELLOW Studie, als auch die PREOXYFLOW Studie, welche die apnoeische Oxygenierung während einer RSI im Rahmen einer Intensivstation untersuchten, verwendeten ebenfalls die niedrigste SpO2 als primären Endpunkt [7,8]. Und wie ENDOA konnten beiden Studien keinen Unterschied feststellen. Aber im Gegensatz zu ENDOA war es beiden Studien möglich klinisch bedeutsame Endpunkte in ausreichender Größenordnung zu beobachten, um den potentiellen Nutzen der apnoeischen Oxygenierung darlegen zu können. Die FELLOW Studie berichtet von einer absoluten Differenz von 9,2% bei den Patienten mit schwerem Sättigungsabfall (definiert als eine SpO2 von <80%), einem 2,8%igen Unterschied bzgl. Herzkreislaufstillstand während der Intubation und einem 14,2%igen Unterschied bzgl. Krankenhausmortalität (Anmerkung: Pro apnoeische Oxygenerierung). Vergleichbar berichtet die PREOXYFLOW Studie von einem 8,5%igen Anstieg bzgl. schwerer Komplikationen (definiert als ein Sättigungsabfall auf eine SpO2 <80% oder ein kardiovaskulärer Kollaps), einen 1,8%igen Unterschied bzgl. Herzkreislaufstillstand während der Intubation und einen 6,7%igen Unterschied bzgl. Mortalität nach 28 Tagen (Anmerkung: Pro apnoeische Oxygeneriung). Keiner dieser Unterschiede war statistisch signifikant, was u.a. daran liegen könnte, dass die apnoeische Oxygenierung wahrscheinlich keinen Vorteil gegenüber normaler, standardisierter Präoxygenierung bietet. Die andere Möglichkeit ist, dass die Studien bedingt durch eine missverstandene Teststärkenberechnung auf Basis einer klinisch fragwürdigen Variablen nicht dafür ausgelegt waren einen Unterschied in alternativen Endpunkten aufzeigen zu können.

Wenn auch nicht mit absoluter Endgültigkeit, so konnte die ENDOA Studie doch an einem unausgelesenem Patientengut einer Notaufnahme zeigen, dass der Zusatznutzen der apnoeischen Oxygenierung bei Anwendung adäquater Präoxygenierungsstrategien im Rahmen eines gut funktionierenden Systems minimal ist. Nur wenden wir die apnoeische Oxygenierung nicht für ein unausgelesenes Patientengut an. Wenn man uns die erfolgreiche Intubation mit minimalen Verzögerungen für all unsere Patienten garantierten könnte, würde sich der Großteil unserer Vorbereitungen als überflüssig erweisen. Wie die meisten anderen Dinge unserer vorausschauenden Planung, ist auch die apnoeische Oxygenierung im universellen Kontext des seltenen Falls der unerwarteten Schwierigkeit zu verstehen. Und weil der Nutzen für diese Patienten nicht bekannt ist, kann eine Studie mit mangelnder Teststärke, in der so wenig Patienten den gefragten Endpunkt erreicht haben, nicht den potentiellen Benefit der apnoeischen Oxygenierung widerlegen. Hierfür ist eine, statistisch betrachtet, deutlich größere Anstrengung von Nöten.

 

Weitere (FOAM)-Beiträge zu diesem Thema:

Literatur:

  1. Oliveira j e silva L, Cabrera D, Barrionuevo P, et al. Effectiveness of Apneic Oxygenation During Intubation: A Systematic Review and Meta-analysis. Ann Emerg Med. 2017 Jul 13. pii: S0196-0644(17)30582-6. PMID 28712606
  2. Caputo N, Azan B, Domingues R, et al. EmergeNcy Department use of Apneic Oxygenation versus usual care during rapid sequence intubation: A randomized controlled trial (The ENDAO Trial). Acad Emerg Med. 2017. [Epub ahead of print]. PMID 28791755
  3. Frumin MJ, Epstein RM, Cohen G. Apneic oxygenation in man. Anesthesiology. 1959;20:789-98. PMID 13825447
  4. Patel A, Nouraei SA. Transnasal Humidified Rapid-Insufflation Ventilatory Exchange (THRIVE): a physiological method of increasing apnoea time in patients with difficult airways. Anaesthesia. 2015;70(3):323-9. PMID 25388828
  5. Taha SK, Siddik-Sayyid SM, El-Khatib MF, et al. Nasopharyngeal oxygen insufflation following pre-oxygenation using the four deep breath technique. Anaesthesia. 2006;61:427-430. PMID 16674614
  6. Ramachandran SK, Cosnowski A, Shanks A, et al. Apneic oxygenation during prolonged laryngoscopy in obese patients: a randomized, controlled trial of nasal oxygen administration. J Clin Anesth. 2010;22:164-168. PMID 20400000
  7. Semler MW, Janz DR, Lentz RJ, et al. Randomized Trial of Apneic Oxygenation during Endotracheal Intubation of the Critically Ill. Am J Respir Crit Care Med. 2016;193(3):273-80. PMID 26426458
  8. Vourc’h M, Asfar P, Volteau C, et al. High-flow nasal cannula oxygen during endotracheal intubation in hypoxemic patients: a randomized controlled clinical trial. Intensive Care Med. 2015;41(9):1538-48. PMID 25869405
#FOAM deutsch#FOAM internationalblogsFOAM's world

Neues aus FOAM’s world #2

Soziale Medien (SoMe) spielen inzwischen weltweit für die medizinische Weiterbildung eine große Rolle. #dasFOAM möchte ein Teil davon sein. Wir beschäftigen uns damit, frei verfügbare medizinische Lehrinhalte (FOAMed = Free Open Acess Medical EDucation) in Deutschland bekannt zu machen und unserer eigenen Inhalte zu verbreiten. Aus diesem Grund wollen wir in regelmäßigen Abständen auch berichten, welche Themen national und international in der Notfall- und Intensivmedizin als FOAM verfügbar sind und unlängst besprochen wurden. Dazu wollen wir monatlich eine Zusammenfassung von interessanten Podcasts, Blogs oder auch Tweets der jüngere Zeit liefern.

  • news-papers.eu ist eine etablierte Adresse in der deutschen FOAM-Gemeinschaft, besonders um mit aktuellen Studien aus der Notfallmedizin versorgt zu werden. Das ganze wird von zwei Legenden der Szene betrieben: Björn Hossfeld aus Ulm sowie mein großartiger Kollege Michael Bernhard aus Leipzig. Der sollte im Urlaub sein, aber lässt sich nicht nehmen, trotzdem täglich neue Nachrichten zu posten. In der aktuellen Diskussion zum Larynxtubus vs. Larynxmaske hat Michel bereits im Dezember einen wunderbaren Artikel dazu geschrieben, unbedingt empfehlenswert! Eine gute Zusammenfassung der aktuellen Studienlage zur Videolaryngoskopie vs. direkte Laryngoskopie gibt es ganz frisch aus dem Mai, allerdings unter der Voraussetzung, dass es hier um Allgemeinanästhesie und eben nicht Notfallmedizin geht.
    Die leidige Diskussion, ob eine Patient erst auf Intensiv muss oder auf Normalstation kann, wird anhand einer Arbeit aus dem American Journal of Emergency Medicine beleuchtet. (FL)

 

  • Die Kollegen von foamina haben wieder einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht, diesmal geht es um den chirurgischen Atemweg. Empfohlen sei hier auch das Video auf der EMCRIT – Seite, wo man sich eine tatsächliche Notfall-Tracheotomie mit Kommentaren anschauen kann. Auch hier haben übrigens die Kollegen von EMRAP (Ausgabe November 2016) einen großartigen Podcast gemacht. (FL)

 

  • Die nach meinem persönlichem Dafürhalten aktuell interessantesten Artikel auf der EMCRIT – Seite kommen meist von Josh Farkas (@pulmcrit). Anfang Mai hat er einen sehr guten Artikel zum Status epilepticus mit einfachem Flowchart geschrieben. Kann man direkt so umsetzen und im Alltag nutzen. Letztendlich ist es nahe an dem, was wir vermutlich alle geben (Lorazepam als Bolus, Levetiracetam als Kurzinfusion, notfalls Intubation), auch wenn seine Dosen noch deutlich höher sind. Aber funktioniert offensichtlich. (FL)

 

  • Jürgen Gollwitzer, einer unserer Autoren hat einen eigenen Blog, der sich speziell um rettungsdienstliche Belange kümmert, aber auch für alle, die über den Tellerrand hinaus schauen wollen, interessant ist. Im Mai interessant ist besonders seine Zusammenfassung von der EMS2017 in Kopenhagen sowie der Artikel zur „resuscitative hysterectomy“, basierend auf einen Vortrag von SMACCdub. (FL)

 

  • Ich möchte noch auf eine sehr gute Website mit Podcast zu Grundlagen der Notfallmedizin hinweisen. EM Basic von Steve Caroll aus den USA stellt immer wieder die amerikanische Sicht auf das umfassende Feld der Notfallmedizin da und konzentriert sich nicht nur auf seine Lieblingsbereiche wie Atemwegsmanagement. Dazu gibt es ja mehr als genug Meinungen im Netz (siehe oben ;)). Ich habe mich kürzlich mit dem Vodcasts zu Ortho Inservice Part I-III auseinandergesetzt und konnte von der Vielzahl an Röntgenbildern und der Bewertung von diagnostischen Maßnahmen bei Trauma sehr profitieren. Bisschen trocken im Vortrag, aber was soll man erwarten bei dem Thema. Eigentlich produziert zur Vorbereitung auf das Board Exam kann man auch ohne anstehende Prüfung seine eigenen Kenntnisse mit den Erfordernissen zur Facharztprüfung in Amerika abgleichen. (JU)

 

Folgt uns auf Twitter oder Facebook

 

#FOAM deutsch#FOAM internationalblogsFOAM's worldIntensivmedizin

Party time!

Die Jungs von wains-world.de sind zurück und zeigen wieder wie FOAM auf Deutsch geht! In der Vorbereitung für unsere Seite war die Vorarbeit der beiden ein großer Einfluß für uns. Immer wieder wurde darauf Bezug genommen, und wir wollten auch ein bißchen die Lücke füllen, die die (wie wir jetzt wissen vorübergehende) Inaktivität von wains-world.de in der deutschen FOAM-Welt gelassen hatte.

Umso mehr freut es uns, dass sie wieder da sind und einige interessante Artikel neu auf der Seite veröffentlicht haben. Generell sind aber auch alle alten Artikel interessant und spannend, es lohnt sich da noch mal etwas zu stöbern.

In den neueren Bereich haben mir besonders drei Artikel gefallen:

  • „Reanimation im Krankenhaus – Erst mal Intubieren? Eher nicht!“

    Frühe Intubation bei der Reanimation im Krankenhaus verbessert das Überleben vermutlich nicht, möglicherweise sogar im Gegenteil: aber richtig genau kann man es nicht sagen. Schöne Besprechung des Artikels unter Berücksichtigung der Limitationen.

  • „Welches Gefäß ist das Beste für den ZVK? Das kommt drauf an…“

    Kritische Besprechung einer Studie aus dem Jahr 2015, die die Vorteile der verschiedenen Seiten für den ZVK beleuchtet. Gerade die traditionell „verufenen“ Stellen femoralis und subclavia (wegen Pneu) sind doch besser als ihr Ruf. Oder um Matthias‘ Meinung kurz zusammen zu fassen:

    DrMDanz
    Was tötet? Ein Pneu oder eine Sepsis? Nimm die subclavia!🤙 #ZVK nejm.org/doi/pdf/10.105…
    23.03.2017, 19:17
  • Fallbericht: Bewusstlosigkeit und Lungenödem bei einem jungen Mann

    Spannender Fall über ein cerebral ausgelöstes Lungenödem. Bei vigilanzgeminderten Patienten bzw. intubierten Patienten sicher eine seltene, aber wichtige Differentialdiagnose im Schockraum. Ich hatte selbst gerade einen ähnlichen Fall erlebt. Vermutlich nicht so selten, wie man meint.

Die Jungs sind auch auf Facebook und Twitter: @drmdanz und @TheLondonDoc
(sorry für das Beitragsbild, das musste sein…)

#FOAM deutsch#FOAM internationalblogs

Neues aus St. Emlyn`s: “ Die Zukunft der notfallmedizinischen Ausbildung im sozialen Zeitalter “ von Prof. Simon Carley

(Übersetzung) 

Autor: Professor Simon Carley, Veröffentlicht: 07. Februar 2017

Es ist ein besonderes Jahr für die Notfallmedizin in Großbritannien.

2017 ist der 50. Jahrestag unserer Fachrichtung. Das RCEM (Royal College of Emergency Medicine) plant eine Reihe von Veranstaltungen um dies zu feiern. Es ist auch der 30. Jahrestag der Sektion Notfallmedizin der Royal Society of Medicine in London (1). Diese begann das Jahr mit einer Rückschau auf die Ereignisse der letzten Jahre.

Peter Williams, der Vorsitzende der Sektion, zeigte in seinem großartigen Programm mit Sprechern aus Großbritannien,  Nordamerika und Südafrika die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Notfallmedizin auf.

Mein Beitrag (der Autor ist Professor Simon Carley) war es, über die sozialen Aspekte der Weiterbildung in der Notfallmedizin zu sprechen und zu zeigen, wie Technologie und soziale Interaktion das traditionelle Bildungsmodel durchbrochen haben.

In dieser Rede gibt es drei Schlüsselbotschaften, die mit bisherigen blogs und Präsentationen verknüpft sind.

Ich (der Autor) habe hier die Aufzeichnungen des Tages zusammengetragen und versuche die Botschaft so gut ich kann mit anderen zu teilen.

  1. Technologie, Gedächtnis und Verarbeitung
  2. Das soziale Zeitalter
  3. Einfluss und Teilhabe

Technologie, Gedächtnis und Verarbeitung

Die Technologie ist im Jahr 2017 weit verbreitet. Daten der Pew Forschungsgruppe (2) zeigen, das die Interaktion mit den sozialen Medien von Jahr zu Jahr steigt und des nicht nur bei den Jüngsten. Soziale Medien und Technologie sind überall.  Auch wenn man denkt, das man selber kein Nutzer ist, so werden doch Kollegen dies nutzen und mit dem was sie dort lernen „kontaminiert“ sein. In anderen Worten: Man kann sich dem Einfluss der sozialen Medien nicht entziehen und dies auch dann nicht, wenn man diese selber nicht nutzt.

Die jüngsten Modelle zur medizinischen Ausbildung scheinen auf Lernstilen aus der Zeit vor dem Internet zu beruhen und diese laufen zunehmend hinter der technologischen Entwicklung hinterher. Wenn ich an meine frühere Karriere zurückdenke, dann war es ganz anders. Wir hatten keine Smartphones, das Internet existierte gerade mal, die Computer waren langsam und schwierig zu benutzen und sie waren im medizinischen Umfeld auch gar nicht so leicht erreichbar. Die Medizin am Krankenbett basierte auf der ärztlichen Fähigkeit sich an Dinge zu erinnern und diese Fakten aus dem eigenen Gedächtnis hervorzuholen. Die Jahre vor dem Studienabschluss und die ersten Jahre danach stellten den Erwerb und die Wiedergabe der Fakten in den Vordergrund. Wir lernten Anatomie sodass wir sie rezitieren, malen und beschreiben konnten. Stunde um Stunde wurde damit zugebracht, Fakten zu lernen um den Tutor zu beeindrucken und um uns am Krankenbett gut aussehen zu lassen.

Diese Tage sind vorbei.

simon pict 2

Wir alle haben Zugang zum Internet und fast jeder kann das Internet über ein portables Gerät erreichen. Das Gerät hat die Fähigkeit innerhalb von Minuten all das Wissen, das ich gelernt und vergessen oder niemals gewusst habe, hervorzubringen. Dies ist ein grundlegender Wandel im Zugang zu Informationen. Meine frühe Karriere war von der Notwendigkeit Dinge zu wissen gekennzeichnet. Heute ist es wohl wichtiger zu wissen, dass es diese Fakten gibt und wie man diese finden kann. Wir sind weniger der Merkzettel für Fakten als vielmehr das System, das Fakten identifiziert, sucht und verarbeitet.

Die Welt hat sich verändert. Aber die Bildungssysteme und insbesondere die Art, wie geprüft wird, hat sich nicht geändert. Lassen Sie uns darüber nachdenken. Denken Sie an die Prüfungsaufgaben, die Sie vorbereiten. Typischerweise wird die Wiedergabe von Fakten verlangt. Aber ist es wirklich so, dass wir Fakten fast sofort parat haben müssen? Müssen wir wirklich von den Studenten erwarten, dass sie den Plexus brachialis aus dem Gedächtnis her zeichnen müssen, wenn wir doch in Sekunden auf diese Informationen zugreifen können?

Bitten Sie mal die Erfahrenen den Plexus brachialis zu zeichnen. Die meisten werden dies wohl nicht können aber sie werden auf dem Smartphone nachsehen. Die Realität ist doch so, dass wir Informationen nicht so speichern, wie wir dies für die Prüfungen taten. Diese dienten jedoch dazu nachzuweisen, ob wir für den Beruf fit sind und sollten dies auch widerspiegeln. Einfach ausgedrückt – warum prüfen wir in einer Art und Weise, die wir nicht praktizieren? Die Antworten sind komplex. Aber es ist leicht und wir haben es schon immer so getan.

Wenn Sie beim Lesen in der Öffentlichkeit sind, dann sehen Sie sich doch mal um und beobachten, wie die Leute mit den sozialen Medien und Smartphones umgehen. Es sieht vermutlich so aus wie auf dem Bild hier unten, weil wir überall in der Welt nur teilweise aufmerksam sind.

simon pict 3

Darf ich fragen, ob Sie während Sie beim Lesen abgelenkt wurden? Haben Sie Ihre e-mails gelesen oder einen tweet oder etwas auf facebook? Es sind nur wenige Minuten vergangen, seit Sie die ersten Zeilen gelesen haben und doch waren viele von uns bereits abgelenkt.

Wir wissen, das Vorlesungen Probleme mit der Wissensvermittlung haben und Dinge wie TED sind sehr populär und einladend. Die Benutzung von erzählenden, kurzen und visuell ansprechend gestalteten Medien ist genau das, was Lernende heute einlädt. Diese Lektion müssen wir lernen.

Das soziale Zeitalter (3)

Julian Stodd hat als Akademiker untersucht, wie Organisationen mit sozialen Medien arbeiten. Er macht den wirklich wichtigen Punkt, dass wir vom Zeitalter der Manufaktur zum Zeitalter des Wissens und nun zum digitalen Zeitalter gekommen sind. Aber das digitale Zeitalter besteht und wir haben uns bereits darüber hinaus bewegt. Gegenwart und unmittelbare Zukunft sind davon geprägt, wie wir digitale Technologien sozial nutzen. Wenn Sie an Bildungstechnologie, Lernen und/oder sozialen Medien interessiert sind, dann empfehle ich Ihnen dringend den Blog von Julian und seine Bücher zu lesen.

simon pict 4

Unser traditionelles Bildungsmodel bedeutet, das Wissen von Akademikern geschaffen wird. Es wird durch Zeitschriften, Bildungspläne und die Ansichten der Lehrenden gesammelt, zugänglich gemacht und verbreitet. Im Zeitalter der sozialen Medien wird die Filterfunktion der Lehrer und etablierter Organisationen wie Schulen und akademische Institutionen durchbrochen und unterlaufen. In der Ära der sozialen Medien können wir weltweit kommunizieren und die Kontrolle über die Informationen ist verloren. Unseren Lernenden ist nicht nur eine wesentliche breitere Quelle des Wissens zugänglich, sondern sie sind nun in der Lage ihre eigenen Wertvorstellungen und Werte zu definieren. Die Kontrolle der Informationen die den Lehrern vorbehalten war, wird nun untergraben.

Eine Analogie würde die Kampagne zur US-Präsidentenwahl sein. Trumps Umgang mit den sozialen Medien bedeutete eine direkte Kommunikation mit der Wählerschaft.

simon pict 5

Hier in St. Emlyn`s verstehen wir das Ärzte ihr eigenes Wissen auf der Grundlage dessen was sie schon wissen erschaffen und wir stärken dies und binden das Wissen in die Diskussionen und Debatten mit ein. Dieses sozio-konstruktive Lernmodel (4) widerspiegelt das, was im Zeitalter der sozialen Medien geschieht. Kliniker kamen schon immer in den Kliniken, bei Treffen und Journalclubs zusammen, um sich gemeinsam über neues Wissen auszutauschen. Die Verbindung von sozialer Interaktion und Lernen ist nicht neu. Was neu ist, ist das diese Interaktion nicht länger an den physischen Raum oder die Zeit gebunden ist. Auf diesem Planeten können wir nicht asynchron persönliche Lernnetzwerke entwickeln, die nicht durch uns selber definiert oder kontrolliert werden. Das Bild unten zeigt ein PLN (personalised learning network ) von Anand Swaminatham. Es zeigt Ärzte, die für seine Reise durch das Lernen wichtig sind. Wenn Sie Gesichter wiedererkennen, dann sieht es aus wie Mavens von überall auf der Welt ((Anmerkung durch Übersetzer: Maven ist ein jüdisches Wort und bedeutetet Anhäufer von Wissen)). Dies ist ein wirklich starker Weg des nachhaltigen persönlichen Lernens,  das durch die soziale Interaktion im Internet geschaffen und erhalten wird.

simon pict 6

Klar gibt es bei diesem direkten und ungefilterten Informationsfluss Risiken (siehe Trump & Brexit). Wir sehen ähnliche Befürchtungen auch in der medizinischen Bildung. Traditionell Lehrende sind besorgt, dass sie die Kontrolle darüber verlieren, wozu Lernende Zugang haben und was sie dann glauben. Sie sind besorgt, dass sie möglicherweise nicht die Fähigkeit zwischen dem, was gut und ist und dem, was nicht so gut ist zu unterscheiden.

In der Realität haben sie Recht. Wir müssen unsere Auszubildenden und Kollegen befähigen, diese Skills zu entwickeln und nicht so tun als wären diese nicht notwendig. Für jeden, der heutzutage mit Bildung beschäftigt ist, sollte klar sein das Web basiertes Lernen die Fähigkeit zur kritischen Einschätzung benötigt. Für den Lehrer ist die Botschaft klar. Wir müssen in dem Raum arbeiten, leben und lernen, in dem auch unsere Lernenden zu Hause sind – und das ist online.

Einfluss und Teilhabe

Wir haben schon auf die Statistiken hingewiesen die zeigen, wie sich junge Ärzte in den USA (4)  und Kanada (5) einbringen und dies ist überzeugendes Datenmaterial. Aber welche Auswirkungen hat das auf die Sorge um den Patienten?

simon pict 7

Wir wissen, dass es problematisch ist, die Ergebnisse klinisch qualitativ guter Studien in die Arbeit am Patienten umzusetzen. Studien haben gezeigt, dass dieser Weg bis zu 14 Jahre dauern kann.  Dies führt dazu, das vielen unserer Patienten, nicht die qualitativ hochwertige Medizin zugute kommt.

Es gibt viele mögliche Ursachen, warum dies so ist. Aber es ist sicherlich so, dass die Beschränkung auf Informationen die zunächst nur über Zeitschriften zugänglich sind und sich dann langsam in den Textbüchern und Lehrplänen wiederfinden, der Geschwindigkeit entspricht, mit der sich Gletscher verändern.

Der Einfluss, den das soziale Lernen hat, kann dies verändern und den Weg des Wissens von der Quelle bis zum Krankenbett beeinflussen. Nehmen wir mal etwas, wo ich mir sicher bin, das Sie dies heutzutage tun. Die REVERT Methode für die Behandlung der SVT (7). Nun denken Sie mal darüber nach, wie Sie über diese Studie informiert wurden und beantworten Sie die folgenden Fragen:

1.Wissen Sie, in welchem Journal diese Studie veröffentlicht wurde

2.Beziehen Sie diese Zeitschrift?

3.Haben Sie das Abstrakt gelesen?

4.Haben Sie den gesamten Artikel gelesen bevor Sie diese Technik übernommen haben (das gesamte Papier Wort für Wort)?

simon pict 8

Die Methode wurde übrigens im Lancet veröffentlicht. Ich wette, dass > 90 % der Ärzte, die diese Technik übernommen haben, nicht das gesamte Papier gelesen haben. Als wir einen Blog über dieses Papier veröffentlichten, gab es plötzlich 12000 Aufrufe und Mitteilungen aus der ganzen Welt, innerhalb von Stunden berichteten Ärzte über die Anwendung dieser Methode. Das zeigt die tatsächliche Auswirkung und die phantastisch schnelle Aufnahme von neuem Wissen.

simon pict 9

Wenn Sie dies hier lesen, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass Sie das meiste darüber durch #FOAMed erfahren haben.

Sie werden es online gesehen oder an Diskussionen teilgenommen haben. Und ich vermute mal, Sie haben Nicht-#FOAMed Kollegen mit diesem Wissen kontaminiert.

Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie die neuen Methoden der sozialen Interaktion und Kommunikation das Lernen und die Arbeit beschleunigen können.

So, was bedeutet das alles?

Im Fokus dieses Treffens zum 30. Jahrestag stand der Blick in die Zukunft der Notfallmedizin und ich denke, dass diese Rede wirklich gut hier am Ende dieses Treffens platziert ist. Bildung ist wirklich eine Zeitmaschine. Wir investieren in die Lehre und das Lernen, um die Zukunft der Gesundheitsversorgung zu verändern. Was wir jetzt tun, wird die Versorgung in der Zukunft und auch unsere heutige beeinflussen.

Als Lehrende haben wir das Privileg in die Zukunft zu investieren und ich bin froh ein kleiner Teil dieses heutigen fabelhaften Tages gewesen zu sein.

vb

S

References

1.Emergency Medicine Section. Royal Society of Medicine. https://www.rsm.ac.uk/sections/sections-and-networks-list/emergency-medicine-section.aspx. Published 2017. Accessed February 7, 2017.

2.Social Media Usage Trends. Pew Research Group. http://www.pewinternet.org/2015/10/08/social-networking-usage-2005-2015/. Published 2016. Accessed February 7, 2017.

3.Julian Stodd Learning Blog. Julian Stodd Learning Blog. https://julianstodd.wordpress.com/. Published 2017. Accessed February 7, 2017.

4.Social and Constructivism. St.Emlyn’s. http://stemlynsblog.org/educational-theories-you-must-know-constructivism-and-socio-constructivism/. Published 2015. Accessed February 7, 2017.

5.Pearson D, Bond M, Kegg J, et al. Evaluation of Social Media Use by Emergency Medicine Residents and Faculty. WestJEM. 2015;16(5):715-720. doi: 10.5811/westjem.2015.7.26128

6.Purdy E, Thoma B, Bednarczyk J, Migneault D, Sherbino J. The use of free online educational resources by Canadian emergency medicine residents and program directors. CJEM. 2015;17(02):101-106. doi: 10.1017/cem.2014.73

7.Appelboam A, Reuben A, Mann C, et al. Postural modification to the standard Valsalva manoeuvre for emergency treatment of supraventricular tachycardias (REVERT): a randomised controlled trial. Lancet. 2015;386(10005):1747-1753. [PubMed]

Quelle:

“The future of Emergency Medicine Education in the Social Age “

http://stemlynsblog.org/the-future-of-emergency-medicine-education-in-the-social-age-st-emlyns/

Die Macher von St. Emlyn`s haben mir die Erlaubnis erteilt, das Material in übersetzter Form für das deutsche FOAM zu benutzen. Jovanka Blunk

Anmerkung des Übersetzers: REVERT Methode :

http://stemlynsblog.org/the-revert-trial/

Video zur Methode von Lancet TV im Text